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SonnenMenschenSturm

SonnenMenschenSturm

 

Bedeutungslos vorbeigezogen
Ohne Hall und ohne Greif
Unbelassen ist das Heute
Nie gewesen ward der Schweif

Hinterlasse tiefe Furchen
Rinnen, die zu Herzen gehn
Krall Dich ein in diese Erde
Das man sieht Du bist geschehn

 

Das Heil

Alles wartet auf den einen,
der es zum Zerbersten führt,
ist in ihnen was da schreiet,
auch wenn´s nicht von ihren Kehlen rührt.
Die Rufer kennen nicht die Rufe,
die da schallen laut und klar,
hörten niemals diese Wehen,
nehmen die Vibration nicht wahr.
Doch sie fühlen diese Sehnsucht,
nach dem einen, großen Schlag,
dessen Wucht sie würden lieben,
wird er berauben das Gekannte
und das was am Herzen lag.
 

Das Leben selbs

All das Hoffen
Das wird fruchten
Wenn der Idee heut
Folgt die Tat
Und nicht wartest auf die Andern  
Fragst eigen Herz
Nach hohem Rat

Ja das Hoffen
ist kein Bangen
Ist kein Verzehrn nach fremdem Mut
All das Hohe, Schöne, Gute
Wird niemals wahr
Durch träumen, wünschen
Doch durch Aktion und treues Blut

Denn das Hoffen
Ist ein Wollen
Ist ein Fordern, ist ein Tun
Du sollst schöpfen und gestalten
Um zu geben was erhältst
In Ewigkeit und in der Hoffnung
Die mehr ist als das Leben selbst
 

Zur Sonnenwend

Das erste Mal hast aufgeschauet
zu diesem Rad am Himmelszelt,
sie brannte sich in deine Netzhaut,
Mithras – Schöpferin all´ Welt.
sie brannte sich in viele Länder,
sah brennend Länder schon zuhauf,
durch sie sind Du und Ich Materie,
des Lebensschickers, Gütigtöters,
seit aller Zeiten Lauf.

 

Armanenschaft

Und ein Schwur drang zu den Sternen
In der tiefen dunklen Nacht
In des alten Haines Lichtung
Nimmermüd der ewgen Schlacht

Ein Bekenntnis lag im Eide
Wiederhalln`d an jedem Baum
Sich erhebt zu starkem Echo
Auserfülln`d den ganzen Raum

Längst ist jener Hall verklungen
Auch der Haine steht nicht mehr
Doch dem Schwur der 1000 Kehlen
Stehen heute wir zur Ehr !

 

Brennende Brücken

Der Übermensch
der ist in Dir,
sehnsüchtig nach Befreiung,
das sich nicht wiederholt
das Schicksal
der ewigen Kasteiung !

(-frei nach Nietzsche-)

 

Personation

Der größte Raum in Dir ist klein
Er gehört nur Dir, wie er gehört uns allen
Alles drängt in ihn hinein,
Doch wenn Du filterst all die Stimmen
All die Stimmen sie sind Dein
Dann erkennst Du in der Weite
Nirgends einen zweiten Willen
Einen Wille zum verein`,
Niemals kann er hier eindringen
Alles andre ist nur Schein
In dieser Wahrheit liegt Befreiung
Im Innern Kern bist ganz allein.

 

Unsterblichkeit

Augen aufgerissen
bis das die Ränder bluten,
keinen Deut erkennend,
können nicht versuchen
schwankend Chaos zu begreifen.
Ohnmacht, verzweifelte Balance,
scheint verloren, nie gehabt,
mußte die Wahrheit abstreifen
im Sturmfluß der Moleküle
kann man das Ewige nicht sehn,

doch, --

edles Blut wird nie vergehn!

 

Das Rätsel

Warum ist unser Haus zersplittert
in 1000 Räume, groß und klein,
es war es gestern, ist es heute
und es wird es morgen sein.  

Ein Haus mit Tausenden Etagen,
kaum ein Raum vom andern weiß,
das eine Zimmer ist ein Rechteck,
ein andres bildet einen Kreis.

Meist sind die Räume abgeschlossen
sie wollen ein Geheimnis sein,
doch kommen niemals Hinterfrager,
so bleibt geheim es ganz allein.

Es baut sich immer neue Räume
in alle Richtung kreuz und quer
auch in die Tiefe und die Höhe,
der wahre Raum ringsum ist leer.

Es ist die Summe seiner Zimmer,
die Zimmer wissen nichts vom Haus,
es ist ein Haus, gesehn von aussen,
doch aus den Fenstern sieht man raus.

Die wenigsten haben ein Fenster,
meist sind`s die neusten Räume nur
sie werden irgendwann zu Türen,
so verliert sich ihre Spur.

Durch das Haus führn keine Flure,
sie hätten wohl auch keinen Sinn,
es gibt nichts hier zu verbinden
 

Jeder Raum begründet sich
auf sein Inventar,
auf Tische, Stühle und Tapeten
Gemeinsamkeiten sind recht rar.

Und sind sie mal gefunden,
dann ist es wie im Traum,
zwei Zimmer erkennen sich wieder
und bilden einen Raum.

Der ist in sich verloren
mit sich beschäftigt in alle Zeit,
sich unendlich ergründend,
denn so ein Raum ist weit.

Jedes Zimmer ist Labyrinth,
es gibt in ihm kein Aussen,
so ist das ganze Haus gebaut
man kann nur in ihm hausen.

Das Haus, es ist unendlich groß
ein Ende gibt es nimmer,
es ist die einzge Wirklichkeit
zerteilt in 1000 Zimmer.

 

Die Wehmut

Es ging und kam,
Es ging erneut,
nur um wiederzukommen,
und wäre die Unwesenheit bemerkt
das Trübsal ins Nichts zeronnen.

Wenn der Tau der frühen Berge
glänzend sich aus Nacht erhebt,
wird er flüchten gen des Himmels,
weil die Luft ihn dazu trägt.

Forschend fliehen in geahnte
Sphären, unbekannte Höh`n,
drängt´s uns fort und doch wir denken,
jetzt verweilen wär zu schön.

 

Alles Ist Eins

Heißer Stein ist festgeworden
Ist erstarrt zu einem Stück
Wurd geworfen durch die Hände
Und prallt dann am Fels zurück
Hinterließ im Fels ein Riß
In den wuchs das feuchte Moos
Und zerbrach in tausend Teile
Als ein Kind kroch aus dem Schoß

 

Eins Ist Alles

Blut wurden wir aus Boden
Blut werden wir dem Boden sein
Doch unsterblich allgemeinsam
Im Volksbewußtheitssein allein

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