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Avalon ist überall

Avalon ist überall

Avalon ist überall
Du fragst mich über andere Welten,
ob dort andre Gesetze gelten?
Wie die Wesen sind, die dort leben?
Wie man den Schleier könnte heben,
der unsere Welt von der anderen trennt?
Wie man diese Welten erkennt?
Was fragst Du mich?!
Was soll ich Dir sagen?
Ja doch, hier die Antwort auf diese Fragen:

Beginne zu träumen, vergiß die Zeit!
Schaff Dir die andere Wirklichkeit!
Mach es wie ich, schließ die Augen zuvor
unf gehe durch ein geträumtes Tor!

Ich kann dann träumen – von Apfelbäumen,
Weißdorn und Schlehen – im Traum kann ich's sehen!
Avalon! Avalon ist überall!

Hier Merlin ich seh – und Morgaine die Fee,
im Traume mir helfen – die Zwerge und Elfen!
Avalon! Avalon ist überall!

In der Ferne ich seh – einen silbernen See,
erfrischende Quelle – gekräuselte Welle!
Avalon! Avalon ist überall!

Ich spüre den Wind – stürmisch und lind,
und fühle die Gaben – die Götter uns gaben!
Avalon! Avalonist überall!

Dann hör ich lachen – den weisen Drachen,
die Botschaft der Raben – die ganz alten Sagen!
Avalon! Avalon ist überall!

Ist aus der Traum – da weiß ich kaum,
war's gestern war's heut? – Ach, was ist schon Zeit?
Avalon! Avalon ist überall!

von Herta März
 

DEM TOTEN KAMERADEN

Herr, dunkel sind uns deine Bahnen:
Dies war ein braver Kamerad.
Nun flattert Flor um unsre Fahnen,
er aber steht bei seinen Ahnen,
ein tapfrer Träger großer Tat.

Wir sind dem Toten fest geschworen,
mit ihm ein Wille und ein Sinn.
Und haben wir ihn auch verloren,
dem Vaterland bleibt er geboren
und spricht im Grabe noch: ich bin.

BALDUR VON SCHIRACH

 

Ein Epilog -1850

Ich hab es mir zum Trost ersonnen
In dieser Zeit der schweren Not,
In dieser Blütezeit der Schufte,
In dieser Zeit von Salz und Brot:

Ich zage nicht, es muß sich wenden,
Und heiter wird die Welt erstehn,
Es kann der echte Keim des Lebens
Nicht ohne Frucht verlorengehn.

Der Klang von Frühlingsungewittern,
Von dem wir schauernd sind erwacht,
Von dem noch alle Wipfel rauschen,
Es kommt noch einmal, über Nacht!

Und durch den ganzen Himmel rollen
Wird dieser letzte Donnerschlag;
Dann wird es wirklich Frühling werden
Und hoher, heller, goldner Tag.

Heil allen Menschen, die es hören!
Und Heil dem Dichter, der dann lebt
Und aus dem öffnen Schacht des Lebens
Den Edelstein der Dichtung hebt!

Theodor Storm


Treue Liebe

Treue Liebe bis zum Grabe
schwör ich die dir mit Herz und Hand,
was ich bin und was ich habe,
dank ‘ ich dir, mein Vaterland.
Nicht in Worten nur und Liedern
ist mein Herz zum Dank bereit,
mit der Tat will ich’s erwidern
dir in Not in Kampf und Streit.

In der Freude wie im Leide
ruf ich’s Freund und Feinden zu:
Ewig sind vereint wir beide,
und mein Trost, mein Glück bist du.
Treue Liebe bis zum Grabe
schwör ich dir mit Herz und Hand,
was ich bin und was ich habe,
dank ich dir, mein Vaterland.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Die Worte des Glaubens

Die Worte des Glaubens

Drei Worte nenn ich euch, inhaltsschwer,
Sie gehen von Munde zu Munde,
Doch stammen sie nicht von außen her,
Das Herz nur gibt davon Kunde;
Dem Menschen ist aller Wert geraubt,
Wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt.

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd er in Ketten geboren,
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Toren;
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

Und die Tugend, sie ist kein leerer Schall,
Der Mensch kann sie üben im Leben,
Und sollt er auch straucheln überall,
Er kann nach der göttlichen streben;
Und was kein Verstand der Verständigen sieht,
Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.

Und ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt,
Wie auch der menschliche wanke,
Hoch über der Zeit und dem Raume webt
Lebendig der höchste Gedanke;
Und ob alles in ewigem Wechsel kreist,
Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist.

Die drei Worte bewahret euch, inhaltschwer,
Sie pflanzet von Munde zu Munde,
Und stammen sie gleich nicht von außen her,
Euer Innres gibt davon Kunde;
Dem Menschen ist nimmer sein Wert geraubt,
Solang‘ er noch an die drei Worte glaubt.

Friedrich Schiller
 

Blind geboren

Ein Augenblick, nur ein Moment,
ein Wimpernschlag, doch dieser lähmt
den Alltag uns`rer Menschlickeit,
denn dieses Kind war nicht bereit
Vater, Mutter loszulassen, groß zu sein,
erwachsen werden, all den Schmerz in sich verbergen,
doch DU hast hier Gericht gespielt,
hast Leben ganz bewußt zerstört,
gegrinst als sich das Kind gewehrt,
und dann auch noch zurückgekehrt
zu eig´ner Frau und eig´nem Kind,
mit ihm gespielt, gelacht und ganz normal
dem Volk die Rolle vorgegaukelt,

Doch dieses Schicksal wird erneuert,
tagtäglich auf den deutschen Straßen,
viele Leben wär´n noch nicht verloren,
wenn Menschen wär´n nicht blind geboren.

Volkstroi
 

Deutschland Dein

Deutschland Dir, Deutschland Dir,
wohin ich geh Du gehst mit mir.

In tiefsten Nöten und auch Sorgen,
fühl sich ein jeder stets geborgen,
im Schoß des heil´gen Vaterlands,
gedeiht doch dort der Widerstand.

In meinen Träumen stehst Du vor mir,
kraftvoll, groß wirst du dich erheben...

..ich weiß genau:

Deutschland, Deutschland, Du wirst leben.

Kopierrecht VOLKSTROI/01

 

Nicht jeder Tag, nicht jede Stunde
nicht jedes Jahr, kann glücklich sein,
wenn man manchmal im Schmerz allein,
dann wird ein Wort aus starkem Munde
dir neue Kraft und Stärke sein.

Drum denkt dran auch in schlechten Zeiten,
das Ihr niemals alleine seid,
daß, mancher große Schmerz zu zweit
erträglich macht auch großes Leiden,
und lange Zeit oft Wunden heilt.

Kopierrecht VOLKSTROI/01
 

Ein kleines Gedicht......

Ein kleiner Vers:

Als junger Soldat, stand er zu seinem Land,
zu dem Land welches heute ein jeder verbannt,
er war ein Soldat und konnt´ nicht entscheiden,
ob wahr oder Lüge die Wege bereiten,
doch nun sitzt er hier in ehrendem Alter,
im Gesicht das Ergebnis von Hetze und Folter,
doch eins ist gewiss und das sagt er noch heut´
stolz deutsch zu sein, war stets sein Geleit.


Kopierrecht VOLKSTROI/01
 

SOMMER IM SUDETENLAND

Alexander Hoyer

SOMMER IM SUDETENLAND
1938

Es wackelt das Unrecht in tausend Gestalten,
uns fortan und schamlos in Knechtschaft zu halten,
drum, Brüder, beweget die Kräfte zum Werke,
im Recht auf die Freiheit liegt unsere Stärke!

Der Funke des Volkszorns wird endlich nun zünden
und lodernde Flammen die Freiheit verkünden,
das Glockengeläute die Herzen ergreifen,
entschlossene Geister den Lügenturm schleifen,

das Land aus der Volksunterdrückung erwecken.
das Urteil des göttlichen Rechtes vollstrecken,
ein Urteil des Volkes, der Wahrheit, der Ehre.
Nicht, daß es damit neues Unrecht gebäre,

o nein! Soll der Friede das Menschentum weihen,
kann Siegerstolz nur in der Würde gedeihen.
Wir wollen den @#%$ unserer heiligen Rechte
und niemals verschmachten als buckelnde Knechte!

Nicht Blut soll den Siegestrunk mißlich verderben.
Doch gälte es, für unser Land auch zu sterben,
so wär' es der Preis für den @#%$ reiner Wahrheit.
Des Heils höchstes Gut ist allein nur die Freiheit!

Dieses Gedicht schrieb der Autor während seiner Haft
im tschechischen Militärgefängnis zwischen 1934-1938
 

Der alte Dessauer

Der alte Dessauer

Ich will ein Lied euch singen!
Mein Held ist eigner Art:
Ein Zopf vor allen Dingen,
Dreimaster, Knebelbart,
Blitzblank der Rock vom Bürsten
Und jeder Knopf wie Gold
Ihr merkt, es gilt dem Fürsten,
Dem alten Leopold.

All' Wissenschaft und Dichtung
Sein Lebtag er vermied,
Und sprach er je von »Richtung«,
Meint' er in Reih und Glied;
Statt Opern aller Arten
Hatt' er nur einen Marsch,
Und selbst mit Schriftgelahrten
Verfuhr er etwas barsch.

Nicht mocht' er Phrasen türmen
Von Fortschritt, glatt und schön,
Er wußte nur zu stürmen
Die Kesselsdorfer Höhn;
Er hielt nicht viel vom Zweifel
Und wen'ger noch vom Spott,
Er war ein dummer Teufel
Und glaubte noch an Gott.

Ja, ja, er war im Leben
Beschränkt, wie man's so heißt,
Und soll ich Antwort geben,
Warum mein Lied ihn preist?
Nun denn, weil nie mit Worten
Er seine Feinde fraß,
Und weil ihm rechter Orten
So Herz wie Galle saß.

Wir haben viel von Nöten,
Trotz allem guten Rat,
Und sollten schier erröten
Vor solchem Mann der Tat;
erschnittnes Haar im Schopfe.
Macht nicht allein den Mann -
Ich halt' es mit dem Zopfe,
Wenn solche Männer dran.

Theodor Fontane
 

Dankesschuld

Dankesschuld
---------------

Ich trat vor ein Soldatengrab
Und sprach zur Erde tief hinab:
"Mein stiller grauer Bruder du,
Das Danken läßt uns keine Ruh'.
Ein Volk in toter Helden Schuld
Brennt tief in Dankes Ungeduld.
Daß ich die Hand noch rühren kann,
Das dank' ich dir, du stiller Mann.
Wie rühr' ich sie dir recht zum Preis?
Gib Antwort, Bruder, daß ich's weiß!
Willst du ein Bild von Erz und Stein?
Willst einen grünen Heldenhain?"

Und alsobald aus Grabes Grund
Ward mir des Bruders Antwort kund:
"Wir sanken hin für Deutschlands Glanz.
Blüh, Deutschland, uns als Totenkranz!
Der Bruder, der den Acker pflügt,
Ist mir ein Denkmal, wohlgefügt.
Die Mutter, die ihr Kindlein hegt,
Ein Blümlein überm Grab mir pflegt.
Die Büblein schlank, die Dirnlein rank,
Blühn mir als Totengärtlein Dank.
Blüh, Deutschland, überm Grabe mein,
Jung, stark und schön als Heldenhain!"

Walter Flex, Dichter der deutschen Jugendbewegung & Soldat im Ersten Weltkrieg
1887 - 1917 (gefallen)

Avalon ist überall

Avalon ist überall
Du fragst mich über andere Welten,
ob dort andre Gesetze gelten?
Wie die Wesen sind, die dort leben?
Wie man den Schleier könnte heben,
der unsere Welt von der anderen trennt?
Wie man diese Welten erkennt?
Was fragst Du mich?!
Was soll ich Dir sagen?
Ja doch, hier die Antwort auf diese Fragen:

Beginne zu träumen, vergiß die Zeit!
Schaff Dir die andere Wirklichkeit!
Mach es wie ich, schließ die Augen zuvor
unf gehe durch ein geträumtes Tor!

Ich kann dann träumen – von Apfelbäumen,
Weißdorn und Schlehen – im Traum kann ich's sehen!
Avalon! Avalon ist überall!

Hier Merlin ich seh – und Morgaine die Fee,
im Traume mir helfen – die Zwerge und Elfen!
Avalon! Avalon ist überall!

In der Ferne ich seh – einen silbernen See,
erfrischende Quelle – gekräuselte Welle!
Avalon! Avalon ist überall!

Ich spüre den Wind – stürmisch und lind,
und fühle die Gaben – die Götter uns gaben!
Avalon! Avalonist überall!

Dann hör ich lachen – den weisen Drachen,
die Botschaft der Raben – die ganz alten Sagen!
Avalon! Avalon ist überall!

Ist aus der Traum – da weiß ich kaum,
war's gestern war's heut? – Ach, was ist schon Zeit?
Avalon! Avalon ist überall!

von Herta März
 

DEM TOTEN KAMERADEN

Herr, dunkel sind uns deine Bahnen:
Dies war ein braver Kamerad.
Nun flattert Flor um unsre Fahnen,
er aber steht bei seinen Ahnen,
ein tapfrer Träger großer Tat.

Wir sind dem Toten fest geschworen,
mit ihm ein Wille und ein Sinn.
Und haben wir ihn auch verloren,
dem Vaterland bleibt er geboren
und spricht im Grabe noch: ich bin.

BALDUR VON SCHIRACH

 

Ein Epilog -1850

Ich hab es mir zum Trost ersonnen
In dieser Zeit der schweren Not,
In dieser Blütezeit der Schufte,
In dieser Zeit von Salz und Brot:

Ich zage nicht, es muß sich wenden,
Und heiter wird die Welt erstehn,
Es kann der echte Keim des Lebens
Nicht ohne Frucht verlorengehn.

Der Klang von Frühlingsungewittern,
Von dem wir schauernd sind erwacht,
Von dem noch alle Wipfel rauschen,
Es kommt noch einmal, über Nacht!

Und durch den ganzen Himmel rollen
Wird dieser letzte Donnerschlag;
Dann wird es wirklich Frühling werden
Und hoher, heller, goldner Tag.

Heil allen Menschen, die es hören!
Und Heil dem Dichter, der dann lebt
Und aus dem öffnen Schacht des Lebens
Den Edelstein der Dichtung hebt!

Theodor Storm


Treue Liebe

Treue Liebe bis zum Grabe
schwör ich die dir mit Herz und Hand,
was ich bin und was ich habe,
dank ‘ ich dir, mein Vaterland.
Nicht in Worten nur und Liedern
ist mein Herz zum Dank bereit,
mit der Tat will ich’s erwidern
dir in Not in Kampf und Streit.

In der Freude wie im Leide
ruf ich’s Freund und Feinden zu:
Ewig sind vereint wir beide,
und mein Trost, mein Glück bist du.
Treue Liebe bis zum Grabe
schwör ich dir mit Herz und Hand,
was ich bin und was ich habe,
dank ich dir, mein Vaterland.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Die Worte des Glaubens

Die Worte des Glaubens

Drei Worte nenn ich euch, inhaltsschwer,
Sie gehen von Munde zu Munde,
Doch stammen sie nicht von außen her,
Das Herz nur gibt davon Kunde;
Dem Menschen ist aller Wert geraubt,
Wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt.

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd er in Ketten geboren,
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Toren;
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

Und die Tugend, sie ist kein leerer Schall,
Der Mensch kann sie üben im Leben,
Und sollt er auch straucheln überall,
Er kann nach der göttlichen streben;
Und was kein Verstand der Verständigen sieht,
Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.

Und ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt,
Wie auch der menschliche wanke,
Hoch über der Zeit und dem Raume webt
Lebendig der höchste Gedanke;
Und ob alles in ewigem Wechsel kreist,
Es beharret im Wechsel ein ruhiger Geist.

Die drei Worte bewahret euch, inhaltschwer,
Sie pflanzet von Munde zu Munde,
Und stammen sie gleich nicht von außen her,
Euer Innres gibt davon Kunde;
Dem Menschen ist nimmer sein Wert geraubt,
Solang‘ er noch an die drei Worte glaubt.

Friedrich Schiller
 

Blind geboren

Ein Augenblick, nur ein Moment,
ein Wimpernschlag, doch dieser lähmt
den Alltag uns`rer Menschlickeit,
denn dieses Kind war nicht bereit
Vater, Mutter loszulassen, groß zu sein,
erwachsen werden, all den Schmerz in sich verbergen,
doch DU hast hier Gericht gespielt,
hast Leben ganz bewußt zerstört,
gegrinst als sich das Kind gewehrt,
und dann auch noch zurückgekehrt
zu eig´ner Frau und eig´nem Kind,
mit ihm gespielt, gelacht und ganz normal
dem Volk die Rolle vorgegaukelt,

Doch dieses Schicksal wird erneuert,
tagtäglich auf den deutschen Straßen,
viele Leben wär´n noch nicht verloren,
wenn Menschen wär´n nicht blind geboren.

Volkstroi
 

Deutschland Dein

Deutschland Dir, Deutschland Dir,
wohin ich geh Du gehst mit mir.

In tiefsten Nöten und auch Sorgen,
fühl sich ein jeder stets geborgen,
im Schoß des heil´gen Vaterlands,
gedeiht doch dort der Widerstand.

In meinen Träumen stehst Du vor mir,
kraftvoll, groß wirst du dich erheben...

..ich weiß genau:

Deutschland, Deutschland, Du wirst leben.

Kopierrecht VOLKSTROI/01

 

Nicht jeder Tag, nicht jede Stunde
nicht jedes Jahr, kann glücklich sein,
wenn man manchmal im Schmerz allein,
dann wird ein Wort aus starkem Munde
dir neue Kraft und Stärke sein.

Drum denkt dran auch in schlechten Zeiten,
das Ihr niemals alleine seid,
daß, mancher große Schmerz zu zweit
erträglich macht auch großes Leiden,
und lange Zeit oft Wunden heilt.

Kopierrecht VOLKSTROI/01
 

Ein kleines Gedicht......

Ein kleiner Vers:

Als junger Soldat, stand er zu seinem Land,
zu dem Land welches heute ein jeder verbannt,
er war ein Soldat und konnt´ nicht entscheiden,
ob wahr oder Lüge die Wege bereiten,
doch nun sitzt er hier in ehrendem Alter,
im Gesicht das Ergebnis von Hetze und Folter,
doch eins ist gewiss und das sagt er noch heut´
stolz deutsch zu sein, war stets sein Geleit.


Kopierrecht VOLKSTROI/01
 

SOMMER IM SUDETENLAND

Alexander Hoyer

SOMMER IM SUDETENLAND
1938

Es wackelt das Unrecht in tausend Gestalten,
uns fortan und schamlos in Knechtschaft zu halten,
drum, Brüder, beweget die Kräfte zum Werke,
im Recht auf die Freiheit liegt unsere Stärke!

Der Funke des Volkszorns wird endlich nun zünden
und lodernde Flammen die Freiheit verkünden,
das Glockengeläute die Herzen ergreifen,
entschlossene Geister den Lügenturm schleifen,

das Land aus der Volksunterdrückung erwecken.
das Urteil des göttlichen Rechtes vollstrecken,
ein Urteil des Volkes, der Wahrheit, der Ehre.
Nicht, daß es damit neues Unrecht gebäre,

o nein! Soll der Friede das Menschentum weihen,
kann Siegerstolz nur in der Würde gedeihen.
Wir wollen den @#%$ unserer heiligen Rechte
und niemals verschmachten als buckelnde Knechte!

Nicht Blut soll den Siegestrunk mißlich verderben.
Doch gälte es, für unser Land auch zu sterben,
so wär' es der Preis für den @#%$ reiner Wahrheit.
Des Heils höchstes Gut ist allein nur die Freiheit!

Dieses Gedicht schrieb der Autor während seiner Haft
im tschechischen Militärgefängnis zwischen 1934-1938
 

Der alte Dessauer

Der alte Dessauer

Ich will ein Lied euch singen!
Mein Held ist eigner Art:
Ein Zopf vor allen Dingen,
Dreimaster, Knebelbart,
Blitzblank der Rock vom Bürsten
Und jeder Knopf wie Gold
Ihr merkt, es gilt dem Fürsten,
Dem alten Leopold.

All' Wissenschaft und Dichtung
Sein Lebtag er vermied,
Und sprach er je von »Richtung«,
Meint' er in Reih und Glied;
Statt Opern aller Arten
Hatt' er nur einen Marsch,
Und selbst mit Schriftgelahrten
Verfuhr er etwas barsch.

Nicht mocht' er Phrasen türmen
Von Fortschritt, glatt und schön,
Er wußte nur zu stürmen
Die Kesselsdorfer Höhn;
Er hielt nicht viel vom Zweifel
Und wen'ger noch vom Spott,
Er war ein dummer Teufel
Und glaubte noch an Gott.

Ja, ja, er war im Leben
Beschränkt, wie man's so heißt,
Und soll ich Antwort geben,
Warum mein Lied ihn preist?
Nun denn, weil nie mit Worten
Er seine Feinde fraß,
Und weil ihm rechter Orten
So Herz wie Galle saß.

Wir haben viel von Nöten,
Trotz allem guten Rat,
Und sollten schier erröten
Vor solchem Mann der Tat;
erschnittnes Haar im Schopfe.
Macht nicht allein den Mann -
Ich halt' es mit dem Zopfe,
Wenn solche Männer dran.

Theodor Fontane
 

Dankesschuld

Dankesschuld
---------------

Ich trat vor ein Soldatengrab
Und sprach zur Erde tief hinab:
"Mein stiller grauer Bruder du,
Das Danken läßt uns keine Ruh'.
Ein Volk in toter Helden Schuld
Brennt tief in Dankes Ungeduld.
Daß ich die Hand noch rühren kann,
Das dank' ich dir, du stiller Mann.
Wie rühr' ich sie dir recht zum Preis?
Gib Antwort, Bruder, daß ich's weiß!
Willst du ein Bild von Erz und Stein?
Willst einen grünen Heldenhain?"

Und alsobald aus Grabes Grund
Ward mir des Bruders Antwort kund:
"Wir sanken hin für Deutschlands Glanz.
Blüh, Deutschland, uns als Totenkranz!
Der Bruder, der den Acker pflügt,
Ist mir ein Denkmal, wohlgefügt.
Die Mutter, die ihr Kindlein hegt,
Ein Blümlein überm Grab mir pflegt.
Die Büblein schlank, die Dirnlein rank,
Blühn mir als Totengärtlein Dank.
Blüh, Deutschland, überm Grabe mein,
Jung, stark und schön als Heldenhain!"

Walter Flex, Dichter der deutschen Jugendbewegung & Soldat im Ersten Weltkrieg
1887 - 1917 (gefallen)

Heil dir, Tag!
Heil euch. Tagsöhne!
Heil, Nacht und Nachtkind!
Mit holden Augen
Schaut her auf uns
Und gebt uns Sitzenden @#%$!
Heil euch. Asen!
Heil euch, Asinnen!
Heil dir, fruchtbare Flur!
Rat und Rede
Gebt uns Ruhmreichen beiden
Und Heilkraft den Händen!

(Gebet aus dem Sigrdrifusmal)

 

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