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Die Walküren

Die Walküren
 

Walküren waren ursprünglich finstere Kriegsgeister – schwarze Todesengel, die wie Raubvögel über den Schlachtfeldern schwebten und den Kämpfenden im Namen Odins ihr individuelles Schicksal zuteilten.
 

Auserwählte Helden wurden aufgehoben und nach Walhall gebracht, dem himmlischen Wohnsitz von Odins Geisterarmee.
 

In späteren nordischen Mythen werden die Walküren romantisch verklärt als Odins Schild Töchter – Jungfrauen mit goldenem Haar und schneeweißen Armen, die den auserwählten Helden im prachtvollen Walhall unendlich viel Met und Fleisch auftrugen.
 

Auf dem Schlachtfeld schwebten sie als liebliche Schwanentöchter oder herrliche berittenen Amazonen über dem Getümmel.
 

Diese wesendlich ansprechendere Darstellung wurde in der Wölsungen – Sage und dem Nibelungenlied weiterentwickelt, wo die Heldin, Brünhild oder Brunhild, eine wunderschöne gefallene Walküre war. Die idealisierten Walküren waren unendlich verletzlicher als ihre grimmigen Vorgänger und verliebten sich häufig in sterbliche Helden.
 

Vor allem die Schwanentöchter waren großer Gefahr ausgesetzt, da sie ohne ihr Gefieder auf der Erde leicht gefangen werden konnten.
 

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